Es war einmal...
Es war einmal...

Walter Hönes, der Urgroßvater von Angela Heyer war ein Reisender. Über 20 Jahre war er in Spanien, Italien, Frankreich und der Schweiz unterwegs und arbeitete dort in den führenden Hotels.

1919 kehrte er aus Rom in die Heimat zurück um mit seiner Frau den väterlichen Betrieb zu übernehmen. Der lange Auslandsaufenthalt und die guten Sprachkenntnisse zahlten sich aus. Internationale Gäste waren keine Seltenheit und häufig in seinem Hotelbetrieb anzutreffen.

Im Jahre 1926 wurde der Betrieb durch den Bau einer Kegelbahn erweitert.

Am Ende des Krieges im April 1945 wurde der Schwan kurze Zeit zum Schauplatz der Weltpolitik. Ein Transporter mit prominenten Gefangenen bezog im Gasthof Quartier. Unter ihnen waren hohe Offiziere wie die Generäle Speidel und Wolters, sowie die Söhnen der hingerichteten Paulus und von Hassel, die dem Widerstand gegen Hitler zugerechnet wurden sowie die Attentäter vom 20. Juli 1944.

Viele Mitglieder der Familien Hönes-Fetzer trieb es von Gönningen in die Fremde. Nur zwei von ehemals dreizehn Kinders des Schwanenwirts Samuel Hönes blieben in Gönningen bzw. kehrten nach Gönningen zurück: Walter Hönes und sein Bruder Hermann Hönes der die Bahnhofswirtschaft betrieb. Den Bruder Samuel Hönes-Fetzer zog es kurz nach der Jahrhundertwende 1900 nach Guatemala/Mittelamerika um dort im Hochland von Coban sein Glück zu finden - daher schenken wir Hochlandkaffee aus Guatemala aus.

Der Bruder Erwin Hönes wanderte in die USA aus. Seine Söhne Walter und Erwin waren in den 60er und 70er Jahren im Bereich der Luft- und Raumfahrtstechnik maßgeblich z.B. an der Entwicklung des bislang grössten Verkehrsflugzeuges der Welt der Boeing 747 und an der Entwicklung von Raketentriebwerken u.a. des Triebwerks von Apollo 11 gemeinsam mit dem deutschstämmigen Ingenieur Prof. Wernher von Braun, beteiligt.

Die Schwester Amalie Hönes heiratete den Privatier Frank Dindl und ging mit ihm in die USA. Nach dem Börsencrash den "Schwarzen Freitag" in New York lebte sie in bescheidenen Verhältnissen bis zu ihrem Tod in St. Petersburg, Florida. An sie erinnert noch die ehemalige "Villa Dindl" auf dem Gönninger "Galgenberg".